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Beuten (Bienenwohnung)

Bienenvölker werden in den als Beuten bezeichneten Bienenwohnungen untergebracht. Früher verwendete man aus Baumstämmen hergestellte Klotzbeuten oder geflochtene Körbe aus Stroh. Die Bienen bauten ihre Waben an den Beutewänden. Die Waben mußten bei Bedarf herausgeschnitten werden.
Die heutigen Beuten werden aus Holz oder Kunststoff (Styropor) hergestellt. Die Waben werden von den Bienen in vorgefertigte Rähmchen gebaut. Die Rähmchen lassen sich herausnehmen.

Die Beuten werden nach zwei Grundbaupläne (Nach der Lage der Öffnung) unterscheiden:

  1. Oberbehandlungsbeuten vor allem als Magazin und Trogbeute
  2. Hinterbehandlungsbeuten
Die von oben zu behandelnden Beuten sind entweder die mit einem Deckel versehenen Die Magzin Beute Die Magzin Beute Trogbeuten, bei denen Brut- und Honigraum nebeneinander angeordnet sind, oder die moderneren mehrteiligen Magazinbeuten, die aus Bodenbrett, übereinander stehenden Magazinzargen und Deckel bestehen. Da die Zargen in beliebiger Anzahl aufgesetzt werden können, sind diese Beuten beliebig erweiterungsfähig, so daß auch sehr starke Völker in einer Beute untergebracht werden können. Weitere Vorteile der Magazinbeuten sind die Möglichkeit einer schnellen Bearbeitung der Bienenvölker und ein verhältnismäßig günstiger Anschaffungspreis. Man kann Magazinbeuten im Freien einzeln aufstellen und damit die Gefahr des Verfliegens der Bienen verringern.
Nachteilig ist, daß zur Kontrolle des Brutraumes die Honigraumzargen angehoben werden müssen. Das erfordert Körperkraft. Die Trogbeute

Bei der Trogbeute vermindert sich der Kraftaufwand, weil die Waben in einer Schicht angeordnet und von oben direkt zugänglich sind. Diese Beute kann nicht, im Gegensatz zum Magazin, ohne Schutzhütte aufgestellt werden. Durch die großen Kästen wird außerdem relativ viel Stellfläche benötigt. Die Zahl der dem Volk verfügbaren Waben läßt sich gut der Stärke des Volkes anpassen.

 

Trogbeute mit aufgesetztem Honigraum

Hinterbehandlungsbeuten sind Bienenwohnungen, in denen zwei, seltener drei Räume übereinander fest zusammengebaut sind. Die Beuten besitzen den Vorteil der Stapelfähigkeit ("Stapelbeuten") und sind deshalb für die Unterbringung auf engem Raum, Hinterbehandlungsbeute wie in Bienenhäusern oder Wanderwagen besonders geeignet. Auch bei Einzelverladungen sind sie wegen ihrer kompakten Bauweise im Vorteil. Kleinere Bienenvölker lassen sich leicht einengen. Im Wanderwagen oder Bienenhaus lassen sich Völker in Hinterbehandlungsbeuten auch bei Regen oder stürmischem Wind bearbeiten. Dieser Vorteil gilt für Berufstätige, deren Freizeit termingebunden ist. Da grundsätzlich mit den einzelnen Waben, bei Magazinbeuten mehr mit ganzen Zargen, gearbeitet wird, ist das Imkern in Hinterbehandlungsbeuten für körperlich schwächere Personen vergleichsweise leicht.

Der Nachteil der Hinterbehandlungsbeute, besonders der meist verbreiteten Zweiraumbeute, ist ihre begrenzte Erweiterungsfähigkeit. Sehr starke Völker müssen rechtzeitig geteilt werden. Das Arbeiten mit den einzelnen Waben erfordert einen höheren Zeitaufwand. Da Hinterbehandlungsbeuten allgemein im Wanderwagen oder Bienenhaus untergebracht sind, erhöht sich der Anschaffungspreis beim Aufbau einer Imkerei. Allerdings lassen sich auch Stapelbeuten, mit einem Dach versehen, als Block oder Stapel im Freien kostengünstig aufstellen.

Beim Transport von Bienenvölkern müssen besonders für die eingesperrten Flugbienen Bewegungsraum und Luftzufuhr gewährleistet sein, um die Gefahr des Verbrausens (Sterben des gesamten Bienenvolkes durch Überhitzung) zu verringern. Dazu dient bei Hinterbehandlungsbeuten der Wandervorsatz, bei Magazinbeuten meist ein Unterbodenraum, der mit einem Gazegitter versehen ist, und/oder ein Lüftungsgitter im Deckel.

Bienenhaus mit Hinterbehandlungsbeuten
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